ProAsyl Essen nimmt teil und lädt ein

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

In diesem Monat laden wir statt zum Plenum am Dienstag zu einer von ProAsyl mitgetragenen Veranstaltung am 16.11. in die VHS ein: „SEXUALISIERTE GEWALT IN BEWAFFNETEN KONFLIKTEN UND KRIEGEN“.
Jeder Krieg ist schrecklich für die gesamte Bevölkerung, besonders davon betroffen sind jedoch Frauen und Kinder. Sie sind sexualisierter Gewalt und Folter ausgesetzt. Die Auswirkungen erfahren wir unmittelbar bei der Arbeit mit geflüchteten Frauen hier in Essen.
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Des Weiteren lädt ProAsyl zu zwei weiteren Veranstaltungen ein, für die mehrere Organisationen die Bühne für Menschenrechte aus Berlin nach Essen holen konnten:

Die Asyl-Dialoge am 26.11.2016 um 19.30 Uhr, Folkwang Universität der Künste,
Campus Essen-Werden, Pina Bausch Theater
UND:
Die Asyl-Monologe am 12.12.2016 um 19.00 Uhr, ESG-Saal im Ev. Studierendenzentrum „die Brücke“
Die Nachgespräche finden jeweils mit Beteiligung von ProAsyl statt.

Weitere Informationen können Sie den beigefügten Flyer entnehmen:
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Theaterprojekt: Dorthin wo Milch und Honig fliessen

Wir möchten Sie und euch aufmerksam machen auf das besondere Theaterprojekt DORTHIN WO MILCH UND HONIG FLIESSEN, bei dem verschiedene Akteure aus dem Stadtteil Katernberg und auch ProAsyl mitwirken:

„Mit der begehbaren Theaterinszenierung DORTHIN WO MILCH UND HONIG FLIESSEN laden die Künstlerischen Leiterinnen Charlott Dahmen und Karin Frommhagen zu einer eindringlichen Reflexion über das Thema Flucht ein, jenseits von medialen Schreckensbildern. Verschiedene authentische Fluchtgeschichten aus Afghanistan, dem Irak, Somalia und Syrien entfalten sich im Laufe einer lebendigen Reise durch Essen-Katernberg. Momentaufnahmen unterschiedlicher Lebensläufe dringen als Stimmen ins Ohr, leiten die Schritte der Theatergängerinnen und Theatergänger zu unterschiedlichen Spiel-Orten. Und führen zu Begegnungen und Erlebnissen, die eine sehr individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglichen – berührend, poetisch und direkt.“

PREMIERE in Essen am 22. September 2016, 17.30 Uhr

Weitere Aufführungen:
24. September 2016, 12.00 Uhr
28./29./30. September 2016, jeweils 17.30 Uhr
1. Oktober 2016, 12.00 Uhr
Startpunkt: „Bergmannsdom“, Ev. Kirche, Katernberger Markt 12, 45327 Essen

Eintritt:
VVK/AK 11 Euro / ermäßigt 6 Euro
Der Eintritt geht als Spende an ProAsyl / Flüchtlingsrat Essen e.V.
Karten-VVK
www.engagement-global.de/theater in Kooperation mit Eventim oder (mit höheren VVK-Gebühren)
über www.eventim.de
Tickethotline 01806-570070 sowie die bekannten VVK-Stellen
Ab 15.8. (ohne VVK-Gebühren):
Buchhandlung Katzensprung, Hanielstr.1, 45327 Essen
Achtung: begrenzte Platzzahl

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Newsletter Juli 2016

Hier finden Sie unseren aktuellen Newsletter. Neben den neuesten Vereinsmeldungen haben wir für Sie Informationen zu folgenden Themen:
– Demokratiekrise in der Türkei
– Flüchtlingsrelevantes aus der Kommune wie die aktuelle Unterbringungssituation
– Abschiebungen in NRW
– Rechtspraxis
– uvm.

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Welcoming Communities – Transatlantischer Erfahrungsaustausch April 2016

Gemeinsam mit weiteren Beteiligten aus der Stadt Essen, war ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen e.V. im April beim Austausch mit den USA zum Thema Welcoming Communities vertreten.
Für uns vor Ort war unsere Vorsitzende Kathrin Richter, die im Austausch mit den unterschiedlichen Gemeinden einen Eindruck von den vielfältigen Integrationsmöglichkeiten für Flüchtlinge gewinnen konnte.

Das Welcoming Communities Programm ist dazu angelegt damit sich die Kommunen untereinander austauschen und vernetzen können. Dabei soll vor allem von den unterschiedlichen Erfahrungen und Problemlösungen der einzelnen Kommunen profitiert werden, um für die eigene Arbeit vor Ort neue Impulse gewinnen zu können.

Im ersten Teil des Austauschprogrammes ging es für die deutschen Delegationen nach Amerika. In Boise, Idaho wurde beeindruckend demonstriert wie eng die Zusammenarbeit zwischen den politischen und zivilen Kräften beim Thema Integration ist. Im Gegensatz zu den deutschen Kommunen, setzen die amerikanischen Städte auf Flüchtlingen aus dem U.S. Resettlement Programm. Für die Kommunen sind diese Zuwanderer ein Gewinn, da sie gerade in Strukturschwachen Regionen der Verstädterung entgegenwirken. Dafür erhalten die Flüchtlinge Hilfe bei der Ankunft und der Integration vom ersten Tag an, wobei hier eher Initiativen und Vereine involviert sind und weniger der Staat.

Deutlich wird dabei, dass vor allem die organisierte Zivilgesellschaft bei der Integration angesprochen wird. Schließlich arbeiten sich alle Akteure zu, von den Gewerkschaften über Wirtschaft, Stadträte, Vereine, alle sehen die Flüchtlinge als Gewinn für ihre Region an. Im Zuge der Integration wird auch deutlich bei welchen Punkten noch Nachholbedarf besteht. Zum Beispiel ist das Thema Mobilität, vor allem in ländlichen Regionen, ein großes Thema. Viele der Flüchtlinge und Zugezogenen sind zu Beginn auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, eine Investition in die Infrastruktur kommt hierbei längerfristig nicht nur den Flüchtlingen zu Gute, sondern auch der gesamten Bevölkerung und steigert die Attraktivität der Region für neue Arbeitgeber.

Generell lässt sich beobachten, dass die Willkommenskultur in den USA viel stärker ausgeprägt ist als es derzeit bei uns der Fall ist. Vor allem die Vernetzung der Akteure und die daraus entstehenden kurzen Wege und der bürokratische Abbau tragen dazu bei. Was bei diesem Austausch wünschenswert gewesen wäre, wenn von der Essener Seite auch Teilnehmer aus der Verwaltung dabei gewesen wären. Aus Essen waren die bereits sehr engagierten und aktiven Vertreter und Vertreterinnen von den Ehrenämtern und Initiativen angereist. Die Delegation hätte dennoch weiter davon profitieren können, wenn auch Vertreter aus der Verwaltung an dem Erfahrungsaustausch teilgenommen hätten.

Wir verstehen diesen Austausch als politischen Auftrag und Chance die Zivilgesellschaft zu stärken. Daher blicken wir mit großer Zuversicht auf den Rückbesuch der amerikanischen Delegation im September und erhoffen uns neue Impulse für eine erfolgreiche Integrationsarbeit und eine gefestigte Willkommenskultur in unseren Kommunen.

Clarkton Empfang vor Women's Club

Vorsitzende erhält Ehrenplakette der Stadt Essen

Oberbürgermeister Thomas Kufen verleiht die Ehrenplakette der Stadt Essen an Kathrin Richter. Foto: Peter Prengel, Stadt Essen, 05. 07. 2016

Oberbürgermeister Thomas Kufen verleiht die Ehrenplakette der Stadt Essen an Kathrin Richter. Foto: Peter Prengel, Stadt Essen, 05. 07. 2016

Vergangene Woche fand die Verleihung der Ehrenplaketten der Stadt Essen statt. Geehrt werden damit Essener Bürger und Bürgerinnen, die sich mit ihrem Engagement im besonderem Maße um die Stadt Essen verdient gemacht haben. Wir sind sehr stolz, dass dieses Mal unsere Vorsitzende Kathrin Richter geehrt wurde. Seit Jahrzehnten ist sie mit Herz, Verstand und Leidenschaft im Einsatz für Flüchtlinge und Migranten in Essen. Sie ist Anlaufpunkt für die viele ehrenamtliche und Initiativen in Essen und vermittelt bei den schwierigsten Fragen. Außerdem vertritt sie ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen e.V. als beratendes Mitglied im Integrationsrat der Stadt.

Oberbürgermeister Thomas Kufen dankte den Empfängern während seiner Ansprache: „Sie können mit Fug und Recht sagen, dass Sie ganz besondere Verdienste für unsere Stadt – für die Bürgerinnen und Bürger – geleistet haben. Das wollen wir heute anerkennen und auch später feiern. Ob aktiv, oder bereits im Ruhestand, ob aus der Bürgerschaft oder in öffentlicher Funktion, ob als ehrenamtliches Mitglied oder auch mit über das Hauptamt weit hinausgehendem Engagement: Die Stadt Essen ist stolz auf Sie und heute soll diese Anerkennung mit der Übergabe von Plaketten und Urkunden sichtbar gemacht werden.“

Oberbürgermeister Thomas Kufen (Mitte) verlieh heute (05.07.) die Ehrenplakette der Stadt Essen an: (v.l.n.r) Bernd Flügel, Guntmar Kipphardt, Uwe Kutzner, Peter Valerius, Kathrin Richter, Hans-Peter Schöneweiß, Susanne Asche, Johannes Brackmann, Wulf Mämpel, Rainer Marschan, Dr. Michael Stelzer, Hanns-Jürgen Spieß, Karla Brennecke-Roos, Karl-Horst Junge, Günter Koschany und Siegfried Brandenburg. Foto: Peter Prengel, Stadt Essen, 05. 07. 2016

Oberbürgermeister Thomas Kufen (Mitte) verlieh heute (05.07.) die Ehrenplakette der Stadt Essen an: (v.l.n.r) Bernd Flügel, Guntmar Kipphardt, Uwe Kutzner, Peter Valerius, Kathrin Richter, Hans-Peter Schöneweiß, Susanne Asche, Johannes Brackmann, Wulf Mämpel, Rainer Marschan, Dr. Michael Stelzer, Hanns-Jürgen Spieß, Karla Brennecke-Roos, Karl-Horst Junge, Günter Koschany und Siegfried Brandenburg. Foto: Peter Prengel, Stadt Essen, 05. 07. 2016

25-Jahr-Feier

Am vergangenen Freitag den 17.Juni 2016 fand unsere 25-Jahr-Feier im Studentenwohnheim „Die Brücke“ der Universität Duisburg-Essen statt.
Neben dem offiziellen Teil bei dem einige Reden gehalten wurden, unter anderem von unserem Schirmherren Oberbürgermeister Thomas Kufen, gab es die Möglichkeit auf die vergangenen Jahre zurück zu blicken und sich Kennen zulernen und auszutauschen.

Musikalische Unterstützung bekamen wir dabei von den Banda Senderos. Als weitere Unterhaltungseinlage, beziehungsweise Anregung zum Nachdenken, bekamen die Besucher das Stück „HÖR MIR ZU – Angekommen in Deutschland und was dann?“ zu sehen, welches in Zusammenarbeit von Phyiscal Theatre AbsolventInnen der Folkwang Universität der Künste und jungen Geflüchteten aus West-Afrika.

Hier ein paar Eindrücke des Abends – das komplette Fotoalbum gibt es auf unserer Facebook Seite:

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25-Jahre ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen e.V.!

Seit 25 Jahren setzt sich ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen e.V. gemeinsam mit Asylbewerbern, Flüchtlingen und anderen Migranten für deren Schutz und menschenwürdige Behandlung ein.

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Innerhalb der Stadt Essen leisten wir konkrete Einzelfallhilfe für Flüchtlinge und Migranten und wollen so den Menschen auf individueller, gesellschaftlicher und politischer Ebene die Situation von Flüchtlingen und Asylsuchenden nahe bringen. ProAsyl/ Flüchtlingsrat Essen e.V. ging 1991 aus dem alten Essener Flüchtlingsrat, kirchlichen Arbeitskreisen und der breiten sozialen Bewegung gegen rassistische Gewalt und Ausländerfeindlichkeit hervor.
Seit 1996 bildet die Geschäftsstelle das „Herz“ unseres Vereins, welches mittlerweile an der Friedrich-Ebert-Straße einen zentralen Platz gefunden hat. In unseren offenen Sprechstunden, die zweimal wöchentlich statt finden, leisten wir unentgeltliche Hilfe und Beratung zu den unterschiedlichsten Fällen. Seien es fragen zum Asylverfahren, den Leuten die Angst vor der Befragung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu nehmen, oder verzweifelten Eltern zu helfen die ihre minderjährigen Kinder während der Flucht zurück lassen mussten. Diese Fälle bilden den Kern und Schwerpunkt unserer Beratung, aber nebenbei gibt es auch kurioses wie jemandem beim ausfüllen seiner Bewerbung für „Das Supertalent“ zu helfen oder Menschen zu helfen, die an der Tür von dubiosen Vertragshändlern ausgenutzt wurden. Oft kommen auch Menschen in unsere Beratung die verzweifelt über ihren Asylbescheid sind und denen wir dann erklären können das eigentlich für sie alles gut ausgegangen ist, nur das das Beamtendeutsch so kompliziert ist, dass man ungeübt genau das Gegenteil versteht.

Wir sind dankbar für die Menschen die in den letzten 25 Jahren unseren Weg gekreuzt und uns unterstützt haben und blicken mit Freude und Demut auf die vergangenen Jahrzehnte zurück, vieles haben wir gemeinsam erreicht und vieles liegt noch vor uns. Wir werden uns weiterhin für Flüchtlinge und Migranten engagieren und helfen diese in Essen zu integrieren.
Wir sind unabhängig, gemeinnützig und überparteilich und werden das auch in Zukunft bleiben.

Von Herzen,
Das Team von ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen e.V.

PM – Plötzliche Schließung der ZUE am Optipark

Die plötzliche Schließung der Flüchtlingsunterkunft am Optipark Gelände kam sowohl für die Flüchtlinge, die Mitarbeiter und Angestellten im Umfeld sowie für die zahlreichen Ehrenamtlichen vollkommen unerwartet und überzogen. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurden Ende Mai die 414 Bewohner der Flüchtlingsunterkunft ohne Vorwarnung vor die Tür gesetzt. Viele der Bewohner, unter denen sich auch zahlreiche Familien, Kinder, Schwangere und Kranke befanden, mussten abermals hektisch ihr Leben zusammenpacken und wurden ohne Aufklärung ins Ungewisse entlassen. Ebenso erging es den Mitarbeitern, die vor Ort tätig sind, die jetzt um ihre Arbeitsplätze bangen müssen. Seit gestern gibt es nun die Gewissheit, dass das Land NRW die Unterkunft am Optipark nicht länger fortführen wird. Ebenso sieht die Stadt Essen keine Notwendigkeit darin, einige der Zeltstädte zu schließen, um die Flüchtlinge in das nun leerstehende Gebäude am Optipark zu verlegen. Sozialdezernent Renzel argumentiert damit, dass der Optipark „teurer als die Zeltdörfer“ sei, obwohl der Mietvertrag für das Gebäude noch bis 2024 läuft und die Stadt Essen ihren Zuweisungsverpflichtungen seit 2015 nachhängt und bisher nicht genügend Wohnraum für die Flüchtlinge geschaffen hat.

ProAsyl Essen kritisiert die Art und Weise, in der die Räumung und die Kommunikation im Vorfeld und im Nachhinein gehandhabt wurden. Wir fordern nicht noch mehr Geld in witterungsanfällige Zeltdörfer zu stecken, sondern die bestehende Infrastruktur optimal zu nutzen. Die Flüchtlinge müssen endlich aus den Zelten geholt werden und es muss für eine Stabilität gesorgt werden, in der sich die Flüchtlinge in Ruhe integrieren können. Ebenso hätte man die mühevolle Arbeit der Ehrenamtlichen Helfer mit mehr Respekt behandeln können.

Ramadan 2016

Ramadan Kareem!

Am heutigen Tag beginnt für die Muslime in Deutschland der Fastenmonat Ramadan. Dies ist stets der neunte Monat im islamischen Mondkalender und dauert 29 oder 30 Tage, sein Beginn und Ende sind am Erscheinen des jeweiligen Neumondes abzulesen. Gefastet wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Es soll in dieser Zeit auf Essen, Trinken, Rauchen und Sexualität verzichtet werden. Auch soll man sich von Abhängigkeiten lossagen und mehr als sonst darauf achten sich von Sünden freizuhalten, also nichts Schlechtes reden, auf nichts Böses hören und nichts Verabscheuungswürdiges tun. Der Verzicht soll den Alltag durchbrechen und damit zu Besinnung und Besinnlichkeit verhelfen.

Nach dem Abendgebet wird dann gemeinschaftlich das Fastenbrechen -Iftar- begangen.
Ausgenommen vom Fasten sind Reisende, Kinder, Altersschwache, Kranke und Schwangere.

Wer sich genauer über den Ramadan informieren möchte, findet eine hilfreiche Zusammenstellung auf den Seiten der Deutschen Islam Konferenz

http://www.deutsche-islam-konferenz.de/DIK/DE/Magazin/Lebenswelten/RamadanDeutschland/Ramadanfest/ramadanfest-node.html